Am fünften Kampftag in der 2. Bundesliga Süd wird der ASC Bindlach zu Gast beim TSV Westendorf sein. Die Allgäuer konnten noch im letzten Jahr zweimal gegen die Bindlacher erfolgreich sein und deutliche Siege einfahren (Hinrunde 20:11; Rückrunde 12:20). In der laufenden Saison haben auch die Westendorfer einige Umstellungen in der Mannschaft vornehmen und belegen derzeit den fünften Tabellenplatz. Die Mannschaften Anger, Urloffen, Westendorf, Hallbergmoos und Nürnberg sind alle etwa gleich stark einzuschätzen. Bindlach hat nun am Samstag erneut die Chance zu beweisen, dass auch sie hier mithalten können und erste Mannschaftspunkte einzufahren. Bei den heimstarken Allgäuern – Westendorf musste in der laufenden Saison noch keine Heimniederlage hinnehmen- kann sich dies jedoch durchaus zu einer Mammutaufgabe entwikeln.

Im leichtesten Limit zählt venezolanischer WM-Teilnehmer Pedro Mejias auf Bindlacher Seite vermutlich zu den stärksten Ringern der Liga. Gegen TSV-Nachwuchsringer Markus Stechele muss Mejias die ersten Bindlacher Punkte holen.

Mit Mehmet Feraim haben sich die Westendorfer in der 61kg-Klasse verstärkt. Bis jetzt konnte Feraim mit zwei Siegen und zwei Niederlagen eine ausgelichene Saison ringen. Ein Duell mit dem Bindlacher Sandro Frankol ist nur schwer einzuschätzen. Zwar ist Frankol nicht der stabilste Ringer, wohl kann er aber jedem in der Liga gefährlich werden, wie er zuletzt gegen den Urloffener Laszlo Simo eindrucksvoll bewiesen hat.

Im Leichtgewicht können die Allgäuer mit Christopher Kraemer – aktueller Deutscher Meister bei den Männern – im klassischen Stil und Shenol Ali Ahmed im freien Stil zwei Top-Athleten aufstellen. Beide gehören zu den absoluten Spitzenringern in der 2. Bundesliga Süd und es wird für Bindlach wohl sehr schwer werden hier zu punkten. ASC-Trainer Fornoff hat in dieser Kategorie die Möglichkeit mit Kai Burkon und Kevin Adler junge Nachwuchsathleten aufzustellen. Alternativ kann mit Erik Kamm aber auch einen erfahreneren Athleten ins Rennen schicken.

TSV’ler Maximilian Goßner startet im Vergleich zur letzten Saison eine Gewichtsklasse höher im klassischen Weltergewicht. Hier wird sich vermutlich ASC-Kämpfer Philipp Adler mit ihm messen. Es wird in diesem Duell wohl darauf ankommen, ob Adler mit der Westendorfer Ringweise zurechtkommt und seine Bestleistung am Samstag abrufen kann, denn dann kann er mit dem Westendorfer definitiv mithalten. In der gleichen Gewichtsklasse im freien Stil müssen die Bindlacher derzeit nach dem Ausfall von Stammringer Marcel Fornoff improvisieren. Sollte Fornoff nicht ringen können wird es für Bindlach wohl schwer werden gegen den Westendorfer Simon Einsle zu punkten.

Der ASC-Ringer Gheorghe Bodisteanu hat am Samstag im Freistil-Mittelgewicht wieder die Chance zu punkten. Im Kampf gegen die TSV-Eigengewächse Christian Stühle oder Steve Masuch wird dies aber sicherlich nicht leicht fallen. Beide Athleten gehören im Deutschen Ringkampfsport zu den Spitzenathleten und werden alles an einen Sieg setzen. In der gleichen Kategorie im klassischen Stil wird es Bindlachs Eigengewächs Niklas Kamm wohl mit Michael Heiß zu tun bekommen. Noch in der letzten Saison musste Kamm eine überraschen hohe Niederlage (9:2) gegen Heiß hinnehmen und ist sicherlich heiß auf eine Revanche. Punkte in dieser Gewichtsklasse können am Ende das Zünglein an der Waage über Sieg oder Niederlage Bindlachs sein.

In der Halbschwergewichtskategorie treffen ASC’ler Jeremiah Scott und TSV’ler Patrick Riedler aufeinander. Beide Athleten konnten in der laufenden Saison noch keinen Sieg einfahren. Der erfahrene Jeremiah Scott sollte in der Lage sein den jungen Riedler zu dominieren und Punkte sind in diesem Fall Pflicht um Bindlach in eine vorteilhafte Position zu bringen.

Ein schweres Los hat ASC-Ringer Romas Fridrikas mit Zsolt Török im Schwergewichtskampf. Török kam bisher bei jedem Heimkampf der Allgäuer zum Einsatz. Sollte Fridrikas seine konditionelle Schwächen besser in den Griff bekommen, kann der technisch starke Ringer durchaus einen sehr knappen Kampf führen, in dem er durchaus siegen kann.

 

In der Landesliga Nord ist die zweite Mannschaft des ASC Bindlach bei dem Aufsteiger AC Regensburg zu Gast, die derzeit vor dem ASC Bindlach den dritten Platz in der Tabelle belegen. Nach einem guten Start in die Liga hat Bindlach in den letzten beiden Kampftagen größere Probleme und möchte sicherlich wieder punkten. Mit den Nachwuchsringern Nikolas Geldner, Marc Weimer und Tim Ramming, sowie den Stammringern Konstantin Iwastschenko, Janosch Grimm, David Adler, Devaughn Scott sowie Vlad Boeriu sind die Bindlacher gut aufgestellt. Insgesamt wird es wohl in einigen Kämpfen auf die Tagesform der Athleten ankommen und über Sieg oder Niederlage der Mannschaften entscheiden.