SVS Hallbergmoos – ASC Bindlach           Sa, 17.10.2015                       2. Bundesliga Süd

ASC Bindlach – SV Triberg                         So, 18.10.2015                       2. Bundesliga Süd 

                                                                  

TSV Zirndorf – ASC Bindlach                     Sa. 17.10.2015                       Landesliga Nord

Am kommenden Wochenende steht für die Ringer des ASC Bindlach ein Doppelkampfwochenende vor der Tür. Am Samstagabend ist der ASC zunächst bei dem SVS Hallbergmoos zu Gast, welche momentan vor dem SVJ Nürnberg und dem ASC Bindlach den siebten Tabellenplatz belegen. Mit Siegen über Freiburg und Johannis Nürnberg haben die Aufsteiger aus der bayerischen Oberliga bewiesen, dass sie in der 2. Bundesliga Süd keinesfalls zu unterschätzen sind. Mit sieben Neuzugängen hauptsächlich aus bayerischen Nachbarvereinen und Ungarn ist es den Oberbayern gelungen eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen.

Am Sonntag empfängt der ASC Bindlach dann in der heimischen Bärenhalle den SV Triberg – Absteiger aus der 1. Bundesliga und momentan Tabellendritter, wobei Triberg bisher einen Kampf weniger bestritten hat als Bindlach. Triberg hat neben vielen Abgängen, aber auch sehr viele Neuzugänge zur Saison vorzuweisen und hat insgesamt einen sehr breiten Kader. Hierdurch ist es SV-Trainer Mike Schäuble möglich sehr variabel aufzustellen. Es wird für Bindlach wohl sehr schwer werden hier zu punkten.

 

In Hallbergmoos ist mit dem Einsatz von Rene Winter, der von Freising zum Aufsteiger wechselte, in der leichtesten Kategorie zu rechnen. ASC-Kämpfer Pedro Mejias konnte in den letzten Wochen gegen die Nachwuchsringer aus Anger und Urloffen überzeugen, hat es hier jedoch mit einem erfahreneren Gegner zu tun. Nichtsdestotrotz sollte Mejias in diesem Duell der klare Favorit sein.

Weitere Siegchancen bestehen für Bindlacher Eigengewächs Kevin Adler gegen den Hallbermoser Manuel Striedl im klassischen Leichtgewichts-Duell.

Auch Sandro Frankol oder Janik Rausch können auf Bindlacher Seite gewinnen: in der 61kg-Klasse bauen die Oberbayern mit Dominic Kurz auf einen Nachwuchsringer aus den eigenen Reihen. Hier müssen wichtige Bindlacher Punkte geholt werden um eventuell am Ende die Nase vorn zu haben.

 

Völlig offen sind die Duelle im Leichtgewicht, Weltergewicht und Mittelgewicht. Besonders im freien Stil kann Hallbergmoos mit Thomas Kopp (66kg), dem Ungarn Balint Molnar (75 kg) und Ergün Aydin (86 kg) auf Spitzenathleten bauen. Vor allem Kopp und Aydin konnten auf nationaler Ebene bereits erfolgreich sein. Die ASC'ler Kai Burkon, Marcel Fornoff und Gheorge Bodisteanu sind jedoch ähnlich stark einzuschätzen. Weiterhin werden im klassischen Weltergewicht SV-Eigengewächs Michael Prill und der Bindlacher Philipp Adler aufeinander treffen – ein weiterer ausgeglichener Kampf wird hier erwartet. Jedes dieser Duelle kann letztlich über Sieg oder Niederlage entscheiden.

 

Besonders schwer wird es in den höheren Gewichtsklassen für Niklas Kamm oder David Adler, Jeremiah Scott und Romas Fridrikas auf Bindlacher Seite. Mit dem Litauer Laimutis Adomaitis steht vor allem im klassischen Mittelgewicht ein Spitzenringer: er wurde bereits dritter Europameister bei den Männern (2005) und ist bisher ungeschlagen. Alternativ und ein schlagbarer Gegner für Bindlach kann Christoph Bauer, vom SV Untergriesbach nach Hallbergmoos gewechselt, eingesetzt werden. Im Schwergewicht ist mit dem Einsatz von Aldas Lukosaitis, der lediglich eine Niederlage in der laufenden Saison hinnehmen musste, auf Hallbergmooser Seite zu rechnen. SV-Ringer Rafael Toth hat sich in den letzten Kämpfen im Halbschwergewicht stabilisiert und ist nicht zu unterschätzen. Jeremiah Scott wird sich strecken müssen um hier erfolgreich zu sein.

 

Am Sonntag vor heimischen Publikum wird es für den ASC gegen die Triberger Mannschaft sehr schwer werden. Laut eigenen Aussagen vor der Saison möchte SV-Trainer Mike Schäuble vor allem auf junge Nachwuchsringer bauen, die vor allem gegen den Tabellenletzten Bindlach die Chance auf einen Einsatz bekommen könnten. Mit Tim Oswald, Viktor Lyzen, Dorian Becker, Marius Quinto, Marius Weis und Jan Furtwängler bauen die Triberger auf junge deutsche Talente, die sich durchaus schon einen Namen im Deutschen Ringkampfsport machen konnten. Dennoch bleiben den Südbadenern mit dem Armenier Aleksan Mikayelan und Roman Derminji Erstliga-Ringer erhalten und es wurden auch unbekannte Sportler wie Viktor Cojocari , Adrian Mocanu und Tanju Gemici aus dem Ausland verpflichtet. Insgesamt macht das Triberg nahezu vollkommen unberechenbar durch eine enorm hohe Variabilität, die durch eigene Sportler aus dem drei ! Weiteren Mannschaften der Südbadener noch erhöht wird.

 

Im leichtesten Limit wird es der Bindlacher Pedro Mejias vermutlich mit Viktor Lyzen zu tun bekommen. Der junge deutsche Sportler, der bereits dritter Europameister der Junioren wurde, hat sich in der 2. Bundesliga Süd hervorragend präsentiert und bleibt in den bisherigen vier Kämpfen Tribergs ungeschlagen. Hier wird es interessant werden, da Lyzen sicherlich alles an einen Sieg gegen den erfahreneren Mejias setzen wird.

 

Ein weiterer Athlet, der bis jetzt stetig im Einsatz für Triberg war, ist Bogdan Eismont im klassischen Mittelgewicht. Hier scheint der Bindlacher Niklas Kamm auf einer Höhe mit dem Südbadener zu sein und es könnte sich ein sehr enges Duell entwickeln.

 

Alle anderen Gewichtsklassen wurden in den vier bisher bestrittenen Kämpfen von Triberg durchweg variabel besetzt, wobei die Leistungspanne sehr unterschiedlich ist. Roman Derminji kann sowohl in der 75kg-, als auch in der 86kg-Klasse im freien Stil eingesetzt werden und ist als extrem stark einzuschätzen. ASC-Stammringer Marcel Fornoff könnte durchaus einen starken Gegner haben, der ihn vollends fordert. Aber Gheorghe Bodisteanu hätte mit ihm einen Gegner auf Augenhöhe.

 

Insgesamt wird es wohl stark auf die Aufstellung der Triberger ankommen, ob Bindlach hier mithalten kann. Sollten sie gegen das Schlusslicht vielen jungen Talenten die Möglichkeit auf einen Einsatz geben, kann es durchaus eng werden . Gehen die Südbadener jedoch auf „Nummer Sicher“ ist Bindlach in der krassen Außenseiterrolle.

 

 

In der Landesliga Nord trifft die zweite Mannschaft des ASC Bindlach auf den TSV Zirndorf, der momentan punktgleich mit den Bindlachern aufgrund eines besseren Punkteverhältnisses noch vor dem ASC den fünften Tabellenplatz belegt. In diesem Jahr ist die Landesliga Nord sehr ausgeglichen und „Jeder kann Jeden besiegen“. So konnten Zirndof zwar Regensburg schlagen, hat aber gegen Nürnberg verloren. Die Bindlacher dagegen siegten knapp gegen Nürnberg und mussten zuletzt aber eine klare Niederlage gegen Regensburg hinnehmen. Es bleibt also spannend in der Landesliga und Bindlach will nach drei Niederlagen nun endlich wieder einen Sieg einfahren. Hierbei wird es wohl darauf ankommen wie Chef-Trainer Fornoff vor allem auch das Bundesliga-Team plant. Es ist jedoch mit den Stammringern des Nachwuchses Nikolas Geldner, Tim Ramming und Marc Weimer auf Bindlacher Seit zu rechnen. Außerdem werden vermutlich wieder der bisherige Punktegarant Devaughn Scott, Nico Ganzleben, Christof Ramming, Janosch Grimm sowie Vlad Boeriu zum Einsatz kommen.