Doppelkampfwochenende und doppeltes Kampfpech für Bindlach

Ein knappes Duell gegen den SV Triberg

ASC Bindlach – SV Triberg                                           14:15                                                 2. Bundesliga Süd

Am nächsten Sonntag empfing der ASC in der Bärenhalle Erstliga-Absteiger und den absoluten Favoriten SV Triberg. Desto größer wäre die Sensation eines Sieges gewesen, umso bitterer war die letztlich äußerst knappe 14:15-Niederlage. Mit fünf Bindlacher Einzelsiegen von Pedro Mejias, Janik Rausch, Philipp Adler, Gheorghe Bodisteanu und Romas Fridrikas reichte es am Ende leider nicht.

Dabei fing alles so gut an auf Bindlacher Seite: Pedro Mejias überzeugte auch gegen den 3. Junioren-Europameister Viktor Lyzen. Das deutsche Nachwuchstalent Lyzen war gegen Mejias chancenlos. Völlig unbeeindruckt konnte der Bindlacher einen klaren Überlegenheitssieg und die ersten vier Bindlacher Mannschaftspunkte einfahren.

In einem knappen Duell zwischen Romas Fridrikas gegen den Triberger Andrian Mocanu hatte der Bindlacher am Ende die Nase vorn. Zunächst konnte jedoch Mocanu mit vier Punkten durch einen sauberen Kopf-Hüftschwung in Führung gehen. Fridrikas jedoch bewies Moral und holte mit schnellen Rumreißern Punkt um Punkt auf zum Endstand von 5:4 – ein weiterer Mannschaftspunkt für Bindlach.

Auch im dritten Kampf konnte Bindlach punkten: ASC’ler Janik Rausch ließ gegen den Triberger Lukas Muschal nichts anbrennen. Rausch dominierte seinen Kontrahenten von Anfang an und sicherte sich mit Techniken in Stand und Boden 16 Wertungen zum Überlegenheitssieg – der ASC lag 9:0 in Front.

In einem packenden Duell musste sich Jeremiah Scott hauchdünn Viktor Cojocari beugen. Zunächst startete der Triberger mit schnellen Beinangriffen und konnte mit sechs Punkten in Führung gehen. Scott ließ sich jedoch nicht entmutigen und setzte Cojocari weiter unter Druck. Dem Triberger ging nach und nach die Luft aus und Scott holte bis zu 5:6 auf. Letztlich fehlten dem Bindlacher circa zehn Sekunden Kampfzeit um das Ergebnis noch zu drehen. Es folgte der erste Punkt für die Triberger Gäste – 9:1.

Im letzten Kampf vor der Pause hatte der junge Bindlacher Athlet Kai Burkon mit dem SV-Ringer Maxim Perpelita einen schweren Stand. Perpelita setzte Burkon von Beginn an unter Druck und ließ den Bindlacher nicht zum Zug kommen. Mit schnellen Beinangriffen und Durchdrehern im Boden punktete der Triberger bis zur technischen Überlegenheit – 9:5 Halbzeitstand für Bindlach.

Nach der Pause lag es an Niklas Kamm Bindlach weiter in Front zu bringen. Im klassischen Mittelgewicht traf er auf Bogdan Eismont. Der Triberger war in dem Kampf einfach etwas besser und konnte Kamm zumeist kontrollieren. Jeden Angriffsversuchs Kamm wehrte Eismont entweder geschickt ab oder übernahm diesen sogar zum eigenen Punktgewinn. Letztlich musste sich der Bindlacher mit 14:1 geschlagen geben – Triberg holte zu 9:8 auf.

Im siebten Kampf des Tages übernahm Triberg erstmals die Führung: im klassischen Leichtgewicht war der Triberger Aleksan Mikayelyan eine Nummer zu groß für den achtzehnjährigen Bindlacher Kevin Adler. Im Stand kontrollierte der körperlich und technisch überlegene Triberger den ASC’ler und punktete im Boden mit verkehrten Aushebern. Letztlich stand die technisch überlegen Niederlage des Bindlachers fest – Fürhungswechsel 9:12.

Große Hoffnungen lagen auf dem Bindlacher Gheorghe Bodisteanu im Freistil-Mittelgewicht. So hofften die Bindlacher auf einen erneuten Führungswechsel im Kampf gegen den Triberger Nachwuchs-Ringer Marius Weiss. Der extrem passiv ringende Weiss kämpfte technisch-taktisch klug gegen den Bindlacher und blockte jeden Angriffsversuchs Bodisteanus ab. Der Bindlacher wirkte nach einem gestrigen internationalen Turnier, auf dem er den ersten Platz belegen konnte, jedoch müde und kraftlos. Mit zu wenig Biss und Einsatz reichte es am Ende nur für einen 1:0-Sieg, der einfach zu wenig war und letztlich ausschlaggebend für die Bindlacher Gesamtniederlage.

Marcel Fornoff hatte im Freistil-Weltergewicht mit Roman Dermenji einen sehr starken Kontrahenten, der in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen ist. Fornoff, nach einer Verletzung noch immer nicht ganz auf der Höhe, gelang es nicht den Triberger zu kontrollieren. Immer wieder konnte der Dermenji mit technisch einwandfreien und schnellen Beinangriffen punkten und Fornoff musste sich am Ende mit 2:15 geschlagen geben. Somit war die Bindlacher Niederlage bei einem Stand von 15:10 besiegelt. Da half es auch nichts, dass der Bindlacher Philipp Adler im letzten Kampf des Tages klar überlegen war. Er konnte seinen Kontrahenten Pascal Becker stets unter Druck setzen und mit sauberen Armzügen im Stand und Aushebern im Boden Punkt um Punkt zur technischen Überlegenheit von 18:2 holen. Somit musste sich Bindlach schlussendlich mit 14:15 geschlagen geben und verschenkt damit bereits die dritte Möglichkeit auf Tabellenpunkte.