Trotz starker Leistung knappe Niederlagen für beide ASC-Staffeln

ASC Bindlach I - ASV Urloffen

9:15

2. Bundesliga Süd

ASC Bindlach II - TSV Weißenburg

10:21

Landesliga Nord

57 kg fr. - Pedro Jesus Rodriguez Mejias
57 kg fr. - Pedro Jesus Rodriguez Mejias

Am vergangenen Samstag musste sich der ASC Bindlach in der 2. Bundesliga Süd mit 9:15 dem Tabellenzweiten ASV Urloffen geschlagen geben. Die Höhe dieser Niederlage täuscht dabei aber über den knappen Kampfverlauf hinweg. Mit etwas mehr Glück hätten die Bindlacher Ringer in diesem Kampf den ersten Saisonsieg herausholen können. So verbleiben die Bindlacher zunächst auf dem letzten Tabellenplatz und müssen weiter auf erste Punkte warten.

ASC-Cheftrainer Matthias Fornoff ist dennoch voll zufrieden mit seiner Mannschaft: „Ich habe auf der matter sehr viel Kampfgeist gesehen und merke, dass meine Jungs immer besser in den Ligabetrieb reinkommen. Mit etwas mehr Glück wäre gegen Urloffen ein Sieg drin gewesen. Wenn Kevin nicht seine Linie verliert und Niklas seinen Heber besser anbringen kann, dann hätten wir gewonnen. Das zeigt uns, dass wir mit allen in dieser Liga mithalten können, und ich bin mir sicher, wir werden noch den ein oder anderen Kampf in den nächsten Wochen gewinnen!“

Im leichtesten Limit bis 57kg gab der Venezuelaner Pedro Mejias seinen Einstand im Bindlacher Trikot vor heimischen Publikum. Er ließ gegen den jungen ASV’ler Raphael Langenecker nichts anbrennen und sicherte mit schnellen Beinangriffen und Èinsteigern 12 Punkte bevor er noch in der ersten Runde Langenecker schultern konnte. Somit folgten vier Punkte auf das Bindlacher Konto.

ASC’ler Romas Fridrikas musste sich im Schwergewichtsduell mit dem KSV‘ler Gabriel Fix messen. Fridrikas zeigte einen guten Auftakt und kontrollierte Fix zunächst. In der angeordneten Bodenlage gelang es dem Bindlacher eine Rolle anzubringen und ging mit zwei Punkten in Führung. Im Lauf der zweiten Runde kam Fix dann immer mehr zum Zug und konnte den ermüdeten Fridrikas besser bewegen. Mit einem „Take-Down“ gelangen ihm letztlich die Punkte zur 2:4-Endstand und der erste Mannschaftpunkt folgt für den ASV Urloffen.

Den zweiten Bindlacher Sieg des Abends sicherte Sandro Frankol in der Gewichtsklasse bis 61kg. Er trat im klassischen Stil gegen den Urloffener Laszlo Simo an. Noch den ersten Armdrehschwung des Urloffeners konnte Frankol abfangen, doch im zweiten Versuch konnte Simo dann die Wertung holen. Im Bodenkampf konnte der Urloffener mit Durchdrehern weiter punkten und seine Führung gar auf 2:12 ausbauen. Frankol ließ sich trotz des hohen Rückstands nicht entmutigen und konnte kurz vor Schluss der ersten Kampfrunde durch einen schnellen Überwurf in die gefährliche Lage punkten. Der ASC’ler ließ Simo nicht aus dem effektiven Griff entweichen und drückte beide Schulterblätter des Urloffeners auf die Matte. Somit wanderten bei einem Punktestand von 6:14 aufgrund des Schultersieges vier Mannschaftspunkte auf das Bindlacher Punktekonto zum Stand von 8:1.

ASC-Ringer Jeremiah Scott scheint in diesem Jahr noch nicht richtig in dem Ligabetrieb angekommen zu sein: in seinem Duell im Freistil-Halbschwergwicht gegen den ASV’ler Leo Kempf wirkte er zurückhaltend und abwartend. Durch die passive Ringweise Scotts war Kempf in der Lage den Kampf zu kontrollieren. Die stetige Dynamik des Urloffeners wurde mit einem 0:6-Punktsieg belohnt, was zwei Mannschaftspunkte für Urloffen bedeutete.

Im letzten Kampf vor der Pause trafen der Bindlacher Kai Burkon und ASV-Ringer Jürgen Schlegel im Freistil-Leichtgewicht aufeinander. Burkon war dem älteren und erfahrenen Schlegel körperlich einfach noch deutlich unterlegen. Noch in der ersten Kampfrunde musste der Bindlacher die technische Überlegenheit seines Kontrahenten anerkennen, weshalb vier Punkte für die Gäste zu einem Pausenstand von 8:7 folgten.

Zunächst hatte ASC-Eigengewächs Niklas Kamm im klassischen Mittelgewichtsduell gegen ASV-Kämpfer Michael Schneider die Chance die Bindlacher Führung etwas weiter auszubauen. Beide Athleten kämpften auf Augenhöhe, wobei Kamm zuerst die Möglichkeit bekam im Bodenkampf zu punkten. Kamm brachte einen guten Ausheber an, vermochte jedoch nicht aus dieser vorteilhaften Lage zu punkten. Im weiteren Kampfverlauf schaffte es auch Schneider nicht eine technische Wertung zu erzielen. Letztlich wurde der Kampf durch den Unparteiischen durch Passivitätsverwarnungen entschieden, wobei Kamm die letzte Ermahnung erhielt. Aufgrund dessen wurde Schneider zum Sieger erklärt, was einen Mannschaftspunkt und den Ausgleich zu 8:8 für Urloffen bedeutete.

Im klassischen Leichtgewichtsduell traf ASC’ler Kevin Adler auf den jungen ASV-Ringer Van Chlovelle Meier. Adler dominierte den Kampf zunächst klar und konnte durch einen Achselwurf und einen Ausheber noch in der ersten Kampfminute in Führung gehen. Auch im weiteren Verlauf war Adler der aktivere Ringer und konnte bis zu einem Stand von 8:0-Wertungspunkten in Führung gehen. In den letzten 30 Sekunden des Kampfes verlor Adler dann an Konzentration und überließ Meier das Ruder. Mit einem Kopfzug mit viel verbotenem Beineinsatz, was dem Kampfrichter aber offensichtlich entgangen ist, verkürzte der Urloffener auf 8:4 und konnte den verblüfften Adler dann auch noch im Boden ausheben und werfen. Somit ging aufgrund der höheren Wertungen der Kampf bei einem Stand von 8:8-Punkten an Urloffen, was einen weiteren Mannschaftspunkt und die Führungsübernahme der Gäste bedeutete.

ASC’ler Gehorghe Bodisteanu und der Rumäne Marius Lucian Atofani lieferten sich im Freistil-Mittelgewicht einen internationalen Spitzenkampf. Beide Sportler kennen sich von rumänischen Meisterschaften und zeigten Freistil-Ringen vom feinsten. Zunächst konnte der Bindlacher einen Beinangriff Atofanis kontern und mit 2:0 in Führung gehen. In der zweiten Kampfrunde kam Atofani dann besser in den Kampf und brachte einen Beinangriff durch. Im Boden war Bodisteanu dann zu instabil und gab einige Punkte ab. Letztlich musste sich der Bindlacher trotz starken Kampfes mit 3:9 technischen Punkten Atofani beugen, was zwei weitere Zähler für Urloffen bedeutete.

Im Freistil-Weltergewicht sprang Erik Kamm für Marcel Fornoff auf Bindlacher Seite ein. In der ungewohnten Stilart und zudem noch eine Gewichtsklasse höher als üblich war Kamm in diesem Kampf ohne Auftrag. Sein Gegner Nicolai Chireakov konnte durch schnelle, tiefe Beinangriffe Punkt um Punkt zur technischen Überlegenheit sammeln. Vor dem letzten Kampf des Abends war somit die Niederlage Bindlachs bereits besiegelt. Dennoch zeigte ASC-Eigengewächs Philipp Adler im klassischen Stil gegen ASV-Ringer Andreas Boczek eine bärenstarke Leistung. Noch im letzten Jahr musste sich Adler mit 5:0 Boczek beugen – so jedoch nicht in der Neuauflage des Duells. Im angeordneten Bodenkampf gelang es Adler sich aus der Unterlage zu befreien und selbst zum Durchdreher zu kommen. Der körperlich überlegene Boczek setzte alles an einen Ausgleich, konnte jedoch nur zum Endstand von 3:2 verkürzen. Adler konnte mit diesem Ergebnis seinen ersten Sieg in der 2. Bundesliga feiern und einen letzten Bindlacher Punkt zum Endstand von 9:15 holen.

 

In der Landesliga Nord musste sich die zweite Mannschaft des ASC Bindlach zu Hause dem TSV Weißenburg mit 10:21 beugen. Somit rutscht der ASC II nach vier Kampftagen einen Platz nach unten auf den vierten Tabellenplatz. Auf Bindlacher Seite konnten David Adler, Konstantin Iwastschenko und Devaughn Scott für Punkt sorgen. Die jungen Nachwuchsringer Tim Ramming und Nikolas Geldner sorgten zwar noch nicht für Punkte, überzeugten aber durch Kampfgeist und gute technische Ansätze, die jetzt weiter ausgebaut werden können. Janik Rausch, Nico Ganzleben, Vlad Boeriu und Janosch Grimm fanden gegen ihre Kontrahenten kein Mittel und mussten sich geschlagen geben.