ASC I muss dieses Wochenende gleich 2 mal ran

WKG Weitenau-Wieslet – ASC Bindlach

TSV Zirndorf – ASC Bindlach II

ASC Bindlach – SV Joh. Nürnberg

2. Bundesliga Süd

Landesliga Nord

2. Bundesliga Süd

Sa, 20.09. um 19:30 Uhr

Sa, 20.09. um 19:30 Uhr

So, 21.09. um 15:00 Uhr


Am kommenden Wochenende steht für die Ringer des ASC Bindlach ein Doppelkampfwochenende mit zwei wichtigen Kämpfen ins Haus. Am Samstag reisen die Bindlacher zunächst ins 530 km entfernte Wieslet, in Baden-Württemberg, und stellen sich der WKG Weitenau-Wieslet bevor sie nach vielen zurückgelegten Autobahnstunden bereits am Sonntagnachmittag den SV Johannis Nürnberg empfangen. Das Derby der fränkischen “Nachbarvereine“ beginnt am Sonntag um 15.00 Uhr in der heimischen Bärenhalle.

Die WKG Weitenau-Wieslet, die im letzten Jahr lange um den Titel mitgekämpft hat und am Ende auf dem dritten Platz gelandet ist, muss nach dem Wechsel von Alexander Semisorow in die erste Bundesliga zum ASV Nendingen und dem Abgang von Plamen Tashev im Schwergewicht mit dem Verlust zweier wichtiger Punkteringer kämpfen. In der laufenden Saison musste der Verein aus Südbaden bereits zwei hohe Niederlagen gegen Nürnberg und Freiburg einstecken. Für den ASC Bindlach könnte hier die Möglichkeit auf den ersten Sieg des Jahres bestehen, was für die Oberfranken höchstwichtig für den weiteren Verlauf der Saison wäre.

Trainer Matthias Fornoff bleibt jedoch zurückhaltend: „Wieslet ging es ähnlich wie uns zu Beginn dieser Saison – sie hatten mit Nürnberg und Freiburg ebenfalls gleich zum Auftakt zwei harte Gegner! Ich hoffe, dass wir am Samstag ein wenig mehr reißen können, als in den letzten Kämpfen. Die Jungs kommen langsam in die noch frische Saison rein und wir müssen lernen die Verluste durch viele Verletzte besser zu kompensieren!“

In den vergangenen beiden Kämpfen konnten auf Seiten der WKG lediglich Svetlin Shindov im Bantamgewicht, Kai Vögtlin (75 kg), Andrej Ryl (61 kg) und Manuel Kingani (75 kg) Siege erzielen.

Janik Rausch hat im leichtesten Gewichtslimit stets starke Kontrahenten als Gegenüber: Mit Svetlin Shindov steht wieder ein Ausländer vor dem jungen Oberfranken, der in der jungen Saison noch ungeschlagen ist. Sollte Rausch wieder mit seinem unbeugsamen Kampfeswillen antreten und noch dazu ein Quäntchen Glück haben, kann er den Bulgaren, der schon fünfter Europameister der Junioren war, nicht nur in Schach halten, sondern auch eigene Punkte erzielen.

Wichtige Bindlacher Punkte müsste Jeremiah Scott im Schwergewicht gegen Andreas Greiner sichern können. Der Bindlacher hat nach der letzten Niederlage sicherlich noch ein wenig Wut im Bauch und möchte seine Klasse gegen den WKG’ler erneut unter Beweis stellen.

Kevin Adler, sollte er wieder in der 61 kg-Klasse antreten, muss zunächst mit dem Gewichtabkochen besser zurechtkommen, um körperlich die vollen sechs Minuten Kampfzeit stemmen zu können. Das junge Bindlacher Nachwuchstalent hatte seit Beginn der Saison einige Kilos abnehmen müssen, um das Gewichtslimit zu erfüllen und den verletzten Lukas Höglmeier zu ersetzen.

Mit Philipp Adler oder Christof Ramming muss der ASC auch im Leichtgewicht Alternativringer für den verletzten Bastian Hoffmann aufstellen. Erik Kamm komplettiert die Auswahl der Oberfranken in diesem Gewichtslimit. Nachdem alle drei eigentlich Spezialisten des griechisch-römischen Stils sind, ist noch völlig offen wer von Trainer Fornoff für welche Stilart aufgestellt wird. Die WKG-Ringer Marco Ruf (Freistil) und Stefan Kichling (Greco) mussten beide in den letzten Kämpfen vorzeitige Niederlagen hinnehmen. In jedem Fall muss der ASC für einen Gesamtsieg in dieser Gewichtsklasse punkten!

Im Halbschwergewicht konnte Johann Eitel bis jetzt ungeschlagen bleiben und die wenigen Punkte auf Bindlacher Seit erzielen. Mit Hojjatollah Khajevand Sarivi steht ihm am Samstag ein harter Gegner gegenüber.

Im Weltergewicht kann der ASC mit Marcel Fornoff auf sichere Punkte bauen. Wahrscheinlich wird auch Kai Vögtlin der WKG den Erfolgskurs des Bindlachers nicht unterbrechen können.

Im Mittelgewicht des klassischen Stils kann entweder Niklas Kamm oder David Adler im Bindlacher Trikot antreten. Beide Athleten haben gegen Philipp Asal durchaus Chancen.

Die Bindlacher Neuzugänge Vlad Bogdan Boeriu und Sebastian Höglmeier werden wohl erneut die Chance bekommen sich zu beweisen. Trainer Fornoff erwartet von den beiden „mehr eigene Angriffe und Kontrolle des Kampfgeschehens, denn nur wer seinen Gegner unter Druck setzt kann auch gewinnen“.

 

Gleich am Sonntagnachmittag geht es für das Bindlacher Team dann im Derby gegen den Nachbarn aus Mittelfranken, den SV Johannis Nürnberg, weiter. Die letztjährig zweitplatzierten Nürnberger gehen hier als klarer Favorit ins Duell, nachdem sie bereits zwei Siege in der laufenden Saison erzielen konnten. Mit Deniz Menekse können die Nürnberger einen deutschen WM-Teilnehmer aufstellen, der in Tashkent am vergangenen Wochenende noch den 11. Platz belegen konnte. Menekse scheint im klassischen Leichtgewicht für die Bindlacher, egal mit welcher Aufstellung, unschlagbar. Mit Andi Walter, Teilnehmer der Junioren-WM, Tim Stadelmann und Marcel Sandeck können die Mittelfranken auf weitere deutsche Nachwuchssportler bauen, die auf nationalen Titelkämpfen bereits erfolgreich waren. Doch auch Janik Rausch konnte in diesem Jahr die Bronzemedaille auf der Deutschen Meisterschaft der Junioren erkämpfen.

Mit Stoyan Illiev und Milan Blagoev kann der SVJ in der 61 kg-Klasse und im Freistil-Mittelgewicht zwei weitere Siegringer auf die Matte schicken. Im leichten Limit scheint Illiev für Bindlach momentan unschlagbar und auch der Bindlacher Vlad-Bogdan Boeriu konnte im Freistil-Mittelgewicht noch keinen Sieg erzielen.

Ein alter Bekannter, Evgenij Valentir, der jahrelang für den ASC Punkte holte, kann im Freistil-Weltergewicht auf Marcel Fornoff treffen. In diesem Duell würden zwei Welten aufeinander treffen: der verspielte Valentir gegen die konsequente, „Fornoff’sche“ Ringweise. In einem solchen Duell ist der Ausgang noch völlig offen.

Philipp Vanek und Felix Polianidis decken für die Nürnberger die Schwergewichts- bzw. Halbschwergewichtsklasse ab. Sowohl Jeremiah Scott und als auch Johann Eitel haben in diesem Begegnungen harte Gegner und müssen für Punktgewinne alles in eine Waagschale werfen.

Matthias Baumeister (klassisches Mittelgewicht) komplettiert das mittelfränkische Team. Sowohl Niklas Kamm als auch David Adler konnten in früheren Begegnungen mit dem physisch starken Baumeister mithalten. In dieser Saison scheint Kamm jedoch nicht ganz auf der Höhe zu sein und muss sich, sollte er aufgestellt werden, im Vergleich zum Kampf gegen Westendorf steigern.

Trotz der Außenseiterrolle hofft das Bindlacher Team auf ein zahlreiches Erscheinen und eine lautstarke Unterstützung ihrer Fans am Sonntag in der Bärenhalle.

 

Auch die zweite Mannschaft des ASC Bindlach muss am Samstag in der Landesliga Nord antreten und wird zu Gast bei dem TSV Zirndorf sein. Die Bindlacher stehen hier klar in der Außenseiterrolle, vor allem nachdem es durch das Doppelkampfwochenende der ersten Riege noch schwieriger wird eine volle Mannschaft zu stellen. Vorerst muss die Reserve-Mannschaft zurückstecken. Trotz allem,, versuchen die Trainer Matthias Fornoff und Helen Grüninger auch hier ein den Umständen entsprechend starkes Team aufzustellen. Vor allem Nico Sendelbeck, Roland Schwarz, die Adler-Brüder David und Philipp sowie Christof Ramming gelten als Punktegaranten, sofern sie in der zweiten Mannschaft ringen. Die jungen Nachwuchssportler Michael Reichel, Paul Diettrich, als auch die Neuzugänge Sergej Lugovoy und Kenny Peetz komplettieren das Bindlacher Team.