ASC I zu Gast beim SV Johannis Nürnberg - Gastgeber klarer Favorit im Auswärtskampf am Samstag

2. Mannschaft kämpft zu Hause gegen Weißenburg

Am kommenden Samstag haben die Ringer des ASC Bindlach mit dem SVJ Nürnberg einen harten Brocken als Gegner. Die Nürnberger können mit sieben Siegen und drei Niederlagen in der laufenden Saison den zweiten Rang in der Tabelle belegen. Am letzten Kampftag mussten die Mittelfranken gegen Freiburg (14:16) jedoch eine knappe Niederlage einstecken, was deutlich macht, dass sie ebenfalls momentan nicht auf ihre stärkste Aufstellung zurückgreifen können. Mit der Verletzung von Tim Stadelmann fehlt ihnen vor allem im Freistil-Leichtgewicht ein adäquater Ersatz. Der ASC Bindlach dagegen hofft, mit dem Kantersieg gegen die WKG Weitenau-Wieslet endlich wieder auf altem Leistungsniveau angekommen zu sein, und ist mit lediglich zwei Punkten in der Tabelle im Zugzwang sich weiter vom Abstiegsplatz abzusetzen.


Christoph Pscherer, Trainer des SVJ Nürnberg, kann mit Deniz Menekse, deutscher WM-Teilnehmer 2014, Philipp Vanek, Marcel Sandeck, Mario Besold und Sven Dürmeier, alle bereits Medaillengewinner auf nationalen Titelkämpfen, auf viele erfolgreiche Sportler aus den eigenen Reihen zurückgreifen. Stoyan Illiev, Milan Blagoev, Felix Polianidis und Evgenij Valentir komplettieren die Mannschaft und stellen absolute Punktegaranten für die Nürnberger dar.


ASC-Trainer Matthias Fornoff sieht seine Mannschaft im kommenden Kampf als klare Außenseiter: „Johannis Nürnberg hat in den letzten Wochen gezeigt, dass sie in dieser Liga jede Mannschaft schlagen können. Mit einem breiten Kader haben die Nürnberger Trainer eine große Auswahl und können ganz verschiedene Mannschaftsvarianten aufstellen und sind uns von ihren Ergebnissen her klar überlegen. Ich denke aber, bei uns ist mit dem wichtigen Sieg letzte Woche der Knoten geplatzt. Wir wollen natürlich Punkte holen und werden alles an einen Sieg setzen: Gerungen wird immer noch auf der Matte und nicht auf dem Papier!“


Im Hinkampf sah es aber gar nicht gut aus für die Bindlacher: mit 28:3 konnten die Nürnberger den ASC deklassieren. Einzige Sieger waren für Bindlach Marcel Fornoff und Jeremiah Scott. Das soll sich in der Neu-Auflage ändern: Janik Rausch kämpft seit Beginn der Rückrunde wieder im bevorzugten klassischen Stil, während sein wahrscheinlicher Gegner Marcel Sandeck den freien Stil bevorzugt. Mit diesem Vorteil in der Tasche könnte Rausch sein wenig überzeugendes Hinrunden-Ergebnis wieder wettmachen. Mit Bastian Hoffmann kann Trainer Fornoff wieder auf einen starken Kämpfer im Freistil-Mittelgewicht bauen. Nachdem den Nürnbergern Tim Stadelmann in dieser Gewichtsklasse im Verlauf der Saison verletzungsbedingt ausgefallen ist, haben diese das Problem einen adäquaten Ersatz auf die Matte zu schicken. Hoffmann ist in dieser Gewichtskategorie klar favorisiert. Ein Duell auf Augenhöhe ist im Halbschwergewicht zwischen dem SVJ-Kämpfer Philipp Vanek und dem Bindlacher Niklas Kamm zu erwarten, der sich zuletzt bärenstark präsentiert hat. Interessant wird sicherlich auch der Mittelgewichtskampf im klassischen Stil wahrscheinlich zwischen ASC-Kämpfer Roland Schwarz und dem SVJ-Ringer Matthias Baumeister. Noch im Hinrunden-Duell musste Schwarz eine klare Niederlage hinnehmen. Die zwei Athleten kennen sich aus dem Trainingsbetrieb jedoch sehr gut, weshalb eine Umkehr des Kampfes durchaus vorstellbar ist. Auf sichere Punkte hofft Trainer Fornoff bei seinem Neffen Marcel Fornoff, weiterhin ungeschlagen in dieser Saison, im Freistil-Weltergewicht.


In der Landesliga Nord steht für die zweite Mannschaft des ASC Bindlach ein wichtiger Kampf auf dem Plan. In der Bärenhalle empfangen die Bindlacher den momentan auf dem 6. Tabellenplatz rangierenden, einen Platz vor den Bindlachern, TSV Weißenburg. Noch im Hinkampf mussten der ASC mit 20:11 eine klare Niederlage hinnehmen. In der Neu-Auflage hoffen die Verantwortlichen jedoch auf ein knapperes Ergebnis. Besonders wichtig ist hierbei, dass die noch jugendlichen ASC’ler Michael Reichel, Tim Ramming und Paul Diettrich stabiler werden. Weiterhin müssen die „alten“ Hasen, Christof Ramming, Konstantin Iwastschenko, Philipp Adler und Kenny Peetz mit vollem Elan in ihre Kämpfe gehen und das bestmögliche Ergebnis rausholen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und etwas Glück, ist in diesem Kampf auch ein Sieg machbar. Die Bindlacher Trainer Helen Grüninger und Patrick Adler hoffen auf zwei Tabellenpunkte um sich auch in der Landesliga vom Abstiegsplatz weiter abzusetzen.