Erster Heimkampf gegen den SC Anger

ASC Bindlach II - SC Oberölsbach Landesliga Nord Kampfbeginn 18:30 Uhr
ASC Bindlach I - SC Anger 2. Bundesliga Süd Kampfbeginn 20:30 Uhr

Am kommenden Samstag empfängt der ASC Bindlach in der heimischen Bärenhalle den altbekannten Gegner SC Anger. Bereits in den letzten Jahren in der Bayernliga und der Oberliga trafen die beiden Vereine mehrfach aufeinander. In den stets knappen Duellen der Oberbayern gegen die Oberfranken ging es jedes Mal um den Meistertitel in der jeweiligen Liga. Und mal ging es für den ASC Bindlach gut, mal andersrum. In diesem Kampf in der 2. Bundesliga Süd geht es zwar nicht um den Meistertitel, dennoch werden beide Vereine alles an einen Sieg setzen, um sich in der Tabelle weiter nach vorn zu schieben.

Am letzten Kampftag musste der ASC Bindlach gegen den letztjährigen Meister der 2. Liga Süd, den TSV Westendorf, eine klare 20:11 Niederlage hinnehmen, nachdem nicht alle ASC-Ringer überzeugen konnten. Doch auch der SC Anger hatte so seine Probleme: gegen den RKG Freiburg 2000, in der letzten Saison auf dem 6. Rang, mussten sie mit 8:14 die Matte räumen und sind in der jungen Tabelle vorerst vor dem ASC auf dem 5. Platz gelandet.

ASC-Cheftrainer Matthias Fornoff sieht den Kampf als einen der Schlüsselkämpfe der Liga: „Der SC Anger hat eine tolle Siegermentalität und wird, ganz genauso wie wir alles an einen Sieg setzen. Ich bin mir sicher, dass wir beide etwa auf einer Augenhöhe stehen und der Kampf ein ganz knappes Ding wird. In der heimischen Halle haben unsere Jungs immer tollen Rückenwind von den Fans, und nur mit einer Team-Leistung aller Ringer können wir das Ding zu unseren Gunsten drehen!“

Sollte die Aufstellung in beiden Teams wie in der letzten Woche sein, so wird im Auftaktkampf ASC-Kämpfer Janik Rausch auf den SC’ler Milan Nyiri treffen. Nachdem Rausch im letzten Kampf seine Fitness und seinen Siegeswillen eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, kann man an diesem Samstag sicherlich mit einem Kampf auf Augenhöhe rechnen. Ein paar Punkte auf der ASC-Seite könnten ausschlaggebend für Gesamt-Sieg oder –Niederlage sein.

Im darauffolgenden Schwergewichtsduell muss sich Jeremiah Scott vermutlich gegen Armin Majoros beweisen. Scott, der schon oft für den ASC auf die Matte gegangen ist, muss sich gegen den starken Schwergewichtler aus Anger sicherlich strecken um die Nase vorn zu behalten.

In der 61 kg-Klasse ist es fraglich ob Kevin Adler das Gewichtslimit noch einmal erfüllen kann. Falls der junge Athlet antreten sollte, so wird er mit dem körperlich starken Robert Molnar und dem Kraftverlust nach dem Abkochen zu kämpfen haben. Einziger Vorteil Adlers ist, dass er in seiner gewohnten Stilart, Griechisch-Römisch, an den Start geht, während Molnar Freistiler ist. Sollte er diesen Vorteil geschickt nutzen können, ist ein knapper Kampfverlauf zu erwarten.

Johann Eitel konnte im Halbschwergewicht im letzten Kampf eine gute Figur machen und einen Überlegenheitssieg einfahren. Ganz so leicht wird es ihm Zsolt Dajka, der vom KSC Hösbach zu den Oberbayern gewechselt ist, sicherlich nicht machen und der Kampfverlauf scheint noch völlig offen zu sein.

In der Leichtgewichtsbegegnung im freien Stil tritt für den SC Anger Markos Theodoridis an, der vom SC Unterföhring gewechselt ist. Sollte wieder Christof Ramming, den verletzen Bastian Hoffmann ersetzen, hat er mit Theodoridis eine harte Nuss zu knacken.  Denkbar wäre auch ein Einsatz Ilja Vorobevs auf Seiten des SC Anger. In jedem Fall muss Ramming kämpfen und das Duell möglichst knapp halten um einen Gesamtsieg Bindlachs möglich zu machen.

Auch Erik Kamm hat es im Leichtgewicht im klassischen Stil nicht leicht. Mit Christoph Scherr kann Anger einen altbekannten Gegner stellen, gegen den Kamm schon öfters knapp den Kürzeren gezogen hat. Kamm wird wohl alles in eine Waagschale werfen müssen, um einen Sieg erreichen zu können.

Mit Bernhard Mayr können die Oberbayern im klassischen Mittelgewicht auf einen erfahrenen und starken Ringer bauen. Noch auf der bayerischen Meisterschaft im Frühjahr musste Niklas Kamm eine Niederlage kassieren. In dem neu aufgelegten Duell muss Kamm mit Gefühl und Dynamik versuchen den körperlich starken Mayr in Schach zu halten und selbst Punkte zu machen.

ASC-Neuzugang Vlad-Bogdan Boeriu musste noch im letzten Kampf eine knappe Niederlage hinnehmen. Nach einer weiteren Woche Eingewöhnung und Training unter Coach Fornoff, sollte der Rumäne seine Leistung steigern können. De SC Anger wird wohl den Ungarn Sandor Tözser ins Rennen schicken. Boeriu könnte mit einem ersten Sieg im Bindlacher Trikot für Stimmung in der heimischen Halle sorgen.

In einer der letzten Begegnungen des Abends, im Weltergewicht, hat Trainer Fornoff mit seinem Neffen Marcel Fornoff einen Punktegaranten in den eigenen Reihen. Fornoff scheint zum rechten Zeitpunkt auf seinem Leistungshöhepunkt gekommen zu sein und soll gegen den SC’ler Markus Fürmann sichere Punkte machen.

Sebsatian Höglmeier muss seine Leistung im Vergleich zum vergangenen Samstag deutlich steigern. Im letzten Duell des Abends liegt es eventuell an ihm über Sieg oder Niederlag zu entscheiden. Mit Manrikos Theodoridis, ebenfalls von SC Unterfähring nach Anger gewechselt, steht eine schwere, aber machbare Aufgabe vor Höglmeier.

Insgesamt muss das Bindlacher Team zusammen stehen und jeder an seine Grenze gehen, um Punkte für Bindlach zu erringen. Nur mit einer gesamten Team-Leistung aller scheint Anger zu schlagen zu sein. Jeder einzelne Punkt könnte der entscheidende am Ende des Kampfes sein. Der Präsident des ASC Bindlach, Detlef Ramming, ruft die Bindlacher Fans auf am Samstag „zahlreich zu kommen und unsere Jungs mit einer Bombenstimmung zum Sieg zu tragen“.

 

Die zweite Mannschaft des ASC Bindlach wird in der Landesliga Nord auf den SC Oberölsbach treffen. Nachdem einige Verletzte in den Reihen des ASC Bindlach ausfallen, ist die erste Hürde der Bindlacher bereits eine vollständige zweite Mannschaft aufzustellen, nachdem viele der Stammringer in die erste Mannschaft aufgerückt sind. Dennoch kann Trainerin Helen Grüninger auf einige starke Ringer zurückgreifen: mit Nico Sendelbeck, Philipp und David Adler, Konstantin Iwastschenko und Sergej Lugovoy stehen ihr einige Punktgaranten zur Verfügung. Der SC Oberölsbach ist in der letzten Saison noch in der bayerischen Oberliga an den Start gegangen und hat zur neuen Saison seine erste Mannschaft aus der Liga zurückgezogen. Von daher werden die Unterfranken sicherlich mit einigen Oberliga-Ringern, die dem Verein treu geblieben sind antreten. Insgesamt nimmt der SC Oberölsbach die Favoritenrolle ein.