ASC am Samstag zu Gast beim SC Anger, 2. Mannschaft am Wochenende kampffrei

SC Anger - ASC Bindlach 2. Bundesliga Süd Kampfbeginn 19.30 Uhr

Am kommenden Samstag tritt die Ringer-Mannschaft des ASC Bindlach zu ihrem zweiten Kampf in der Rückrunde an. Hier treffen die Oberfranken auf den in der 2. Bundesliga Süd momentan auf dem 5. Rang platzierten SC Anger. Noch in der Hinrunde gab es gegen den oberbayerischen Dauerrivalen vor heimischen Publikum eine deftige 6:24-Abfuhr. Doch auch im Rückkampf sind die Bindlacher in keiner besonders guten Ausgangslage.


Zwar ist ASC-Eigengewächs Bastian Hoffmann nach langer Verletzungspause in die Reihen der Bindlacher Mannschaft zurückgekehrt, scheint aber noch nicht ganz in alter und bekannter Form angekommen zu sein. Dennoch ist die Rückkehr Hoffmanns eine Erleichterung für ASC-Trainer Matthias Fornoff: „Ich freue mich, dass Bastian wieder auf die Matte kann. Bis er wieder ganz fit ist, wird es wohl noch ein bisschen dauern. Aber trotzdem ist das für mich und die ganze Mannschaft eine Erleichterung ihn wieder dabei zu haben. Er ist eine wichtige Stütze dieser Mannschaft!“


Einer der Bindlacher Greco-Spezialisten muss in die 98 kg-Klasse aufsteigen, wo die Bindlacher Mittelgewichtsringer immer gegen deutlich massivere und schlichtweg schwerere Gegner antreten muss. Ein Greco-Spezialist mit dem passenden Gewicht fehlt in dieser Kategorie. Ähnlich verhält es sich mit der 61 kg-Klasse: nach der schweren Verletzung des ursprünglich geplanten Lukas Höglmeier, waren kurz vor der Saison bereits alle Wechselfristen abgelaufen und kein Ringer mit dem passenden Gewicht in den Bindlacher Reihen zu finden. So verschenkt die Mannschaft seit Beginn der Saison oft schon nach der Waage vier Punkte dem Gegner.


ASC-Trainer Fornoff sieht den kommenden Kampf nüchtern: „Wir werden wie immer unser Bestes geben und den Angerern hoffentlich das Leben schwer machen! Ich erwarte von meinen Jungs, dass sie trotz des Verlaufs der bisherigen Saison die Zähne zusammenbeißen und kämpfen! Klar ist es schwer in der Bundesliga zu bestehen, wenn man bei jedem Kampf von Beginn an vier Punkte verschenkt. Man denke mal an Weitenau-Wieslet oder Freiburg. Diese vier Punkte weniger und es wären Siege gewesen! Aber wir können das jetzt nun mal nicht ändern. Also machen wir das Beste draus!“


Der SC Anger wird in der heimischen Kampfarena wohl auf alle ihre Stars zurückgreifen wollen und den eigenen Fans einen eindeutigen Kampf bieten. Mit Armin Majoros, dem Koloss des Schwergewichts, Milan Nyiri, Robert Molnar, Zsolt Dajka, Sandor Tözser, Attila Drechsler und Bernhard Mayr können die Oberbayern bereits in sieben Gewichtsklassen Bundesliga-erfahrene und brandgefährliche Athleten stellen. Die Brüder Markos und Manrikos Theodoridis, Markus Fürmann, Josef Hinterreiter und Christoph Scherr komplettieren das Team rund um Trainer Zoltan Kovac und Peter Amann, die eine große Auswahl an Ringern und somit Mannschaftsvarianten aufstellen können. Dementsprechend sind Vorhersagen über die Angerer Mannschaftsaufstellung nur schwer zu treffen. In jedem Fall kann Anger ein schlagkräftiges Team stellen.


Auf Bindlacher Punkte hofft Trainer Fornoff bei seinem Neffen Marcel Fornoff, in der laufenden Saison ungeschlagen, in einem Duell gegen Markus Fürmann oder Josef Hinterreiter. Weiterhin könnte im Fliegengewicht Janik Rausch punkten, nachdem der Bindlacher wieder im bevorzugten klassischen Stil kämpfen kann. Auch Bastian Hoffmann kann gegen Markos Theodoridis die Nase vorn behalten. Hier wird es darauf ankommen, wie fit der Bindlacher nach der langen Pause wirklich ist. Knapp kann es auch Leichtgewichtsduell des klassischen Stils bei Erik Kamm werden: gegen Christoph Scherr musste der Bindlacher schon öfters nur sehr knapp den Kürzeren ziehen, aber auch gegen Manrikos Theodoridis sollte ein Kampf auf Augenhöhe stattfinden.