Die Ringer des ASC Bindlach starten in die neue Saison

Niklas Kamm
Niklas Kamm

Die Mannschaft rund um Trainer Matthias Fornoff starten am kommenden Wochenende in ihre zweite Saison in der 2. Bundesliga. In der letzten Saison konnte die junge oberfränkische Mannschaft noch den vierten Platz in der 2. Liga Mitte erkämpfen, wobei sie nur knapp am dritten Rang vorbeischrammten. Mit der Neu-Einteilung der Ligen hat der ASC Bindlach mit der Süd-Gruppe jedoch ein schweres Los gezogen. Vor allem die Kämpfe gegen die vier weiteren bayerischen Teams (SV J. Nürnberg, SV W. Burghausen, SC Anger, TSV Westendorf) versprechen zwar heiße Derbys, aber auch extrem schwere Aufgaben für die Kämpfer aus Oberfranken. Auch die restlichen Mannschaften der Liga (ASV Urloffen, WKG Weitenau-Wieslet und RKG Freiburg 2000) haben ebenfalls starke Teams, die sich bereits in den letzten Jahren in der harten Liga Süd beweisen konnten.

 

Nachdem die Athleten Christoph Neidhardt, Evgeniy Valentir (jetzt SVJ Nürnberg) und Evgenij Titovski (jetzt KSV Ispringen) den Verein verlassen haben, kann Trainer Fornoff auch vierversprechende Neuzugänge verzeichnen. Mit Sebastian Höglmeier und Vlad Bogdan Boeriu (beide vom TSV Gailbach) verstärken das Team ein Greco- und ein Freistilspezialist.

 

Über dem ASC scheint aber bereits vor der Saison ein Damokles-Schwert zu schweben: Sowohl Eigengewächs Devaughn Scott, als auch Punktegarant Bastian Hoffmann haben sich in der Vorbereitung verletzt und werden wohl wenigstens die Hinrunde ihrer Mannschaft fehlen. Ob sie in der Rückrunde wieder an den Start gehen können, ist noch nicht absehbar. Außerdem hatte Trainer Fornoff auf zwei weiteren Positionen versucht sein Team mit dem erfolgreichen Lukas Höglmeier (3. DM 2014) sowie Coskun Efe zu verstärken. Beide Athleten waren als Punktelieferanten gedacht, da Höglmeier und Efe bereits internationale Erfolge feiern konnten und in der 2. Liga als nahezu unschlagbar galten. Beide fallen jedoch wegen schwerwiegenden Verletzungen aus.

 

Positiv zu verzeichnen ist, dass der aktuelle Deutsche Meister der Männer im freien Stil, Marcel Fornoff, seinem Onkel und dem ASC Bindlach treu bleibt und auch in der kommenden Saison eine wichtige Stütze der Mannschaft sein wird. Mit Janik Rausch, Jeremiah Scott, Johann Eitel, Niklas und Erik Kamm, Roland Schwarz sowie den Adler-Brüdern Kevin, David und Philipp, ist die Mannschaft komplettiert und muss sich ab September beweisen. Die weiteren Neuzugänge Sebastian Stamm (vorher: SG Baienfurt), Sergej Lugovoy (vorher: TSV Feucht) und Kenny Peetz (vorher: 1. AC Bayreuth) sind vornehmlich für die 2. Mannschaft des ASC in der Landesliga Nord gedacht, können nach den unfreiwilligen Umstrukturierungen der Mannschaft jedoch auf einen Bundesliga-Einsatz hoffen.

 

Insgesamt bleibt Trainer Fornoff nüchtern: "Diese Saison wird für uns sehr schwer! Wir haben die Mannschaft den Umständen entsprechend gut aufgestellt und freuen uns auf die neue Herausforderung in dieser harten Liga. Alle Mannschaften der Liga haben sehr gute Sportler und nicht nur gegen die favorisierten Mannschaften, Burghausen und Westendorf, wird es ganz schwer werden. Wir müssen jeden Kampf mit vollem Elan angehen, um in dieser Liga zu bestehen. Unser Ziel der diesjährigen Saison lautet den Klassenerhalt zu schaffen. Wir wollen unbedingt in der Bundesliga bleiben!"

 

Am kommenden Wochenende müssen sich die Ringer des ASC mit dem TSV Westendorf gleich einem starken Gegner stellen und die erste Feuerprobe bestehen. Der TSV Westendorf konnte sich in der vergangenen Saison in der 2. Liga Süd punktgleich mit der WKG Weitenau-Wieslet und dem SVJ Nürnberg den Meistertitel sichern. Vor allem in der heimischen Kampfarena gelten die Oberbayern als nahezu unschlagbar.

 

Die 2. Mannschaft des ASC Bindlach konnte in der letzten Saison den Meistertitel erringen und verfehlte den Aufstieg in die Bayernliga nur haarscharf mit einem einzigen Mannschaftspunkt. Dementsprechend kommt der Riege des ASC im ersten Kampf gegen den RSC Rehau die Favoritenrolle zu.