ASC I verpasst um Haaresbreite den ersten Saisonsieg bei der RKG Freiburg 2000

Niklas Kamm gegen Alexander Heit 86 kg gr.-röm.
Niklas Kamm gegen Alexander Heit 86 kg gr.-röm.

Haarscharf an einem Sieg vorbei! Das Ringerteam rum um Trainer Matthias Fornoff vom ASC Bindlach musste sich beim Auswärtsduell gegen die RKG Freiburg 2000 knapp mit 16:14-Mannschaftspunkten geschlagen geben. Nach den Belastungen des Doppelkampfwochenendes und gut 450 Autobahnkilometern haben die Ringer des ASC tolle Leistungen gezeigt und tasten sich Schritt für Schritt an einen ersten Sieg ran.

ASC-Trainer Fornoff resümiert nach dem Kampf: „Das war wirklich ein enges Ding. Die Jungs hätten sich einen Sieg wirklich verdient und der war zum Greifen nah! Wir tasten uns langsam ran und werden schon noch unsere Sieg holen! In der Rückrunde stehen wir endlich wieder stärker! Wenn ich dann aber sehe wie schwach Burghausen gegen Johannis Nürnberg stellt, frage ich mich, was sie mit ihrer starken Aufstellung bei uns erreichen wollen! Hier geht’s nur darum nicht den ersten Platz zu belegen und einen Aufstieg zu verhindern!“

Nachdem Janik Rausch bei der Doppelbelastung etwas geschont werden sollte und Trainer Fornoff sich ausgerechnet hat, dass die Freiburger in der 61 kg-Klasse schwach stellen würden, ließ der Trainer die 57 kg-Klasse unbesetzt und Rausch eine Gewichtsklasse steigen. Somit gingen die ersten vier Punkte kampflos an die Freiburger Gastgeber.

Im Schwergewichtskampf war ASC-Kämpfer Jeremiah Scott nach dem schweren Kampf gegen Burghausen noch nicht wieder voll auf dem Damm. Sein Gegner und rumänischer Nationalringer Pavel Burla machte von Anfang Dampf und konnte Scott passiv stellen. Im Boden konnte der Bindlacher dann leider den Durchdreher Burlas nicht verhindern. Mit 5:2-Wertungspunkten ging der Kampf an die Gastgeber.

In der 61 kg-Klasse machte sich die Umstellung von Trainer Fornoff bezahlt: Janik Rausch konnte noch in der ersten Kampfminute mit einem wuchtigen Kopf-Hüft-Schwung Matthias Liebherr auf beide Schulterblätter drücken. Mit den vier gewonnen Mannschaftspunkten rückte der ASC auf 6:4 auf.

Bindlachs Neuzugang Vlad-Bogdan Boeriu aus Rumänien konnte im Halbschwergewicht seinen ersten Sieg der laufenden Saison feiern. Boeriu war der aktivere Ringer und konnte Yasin Uzun stets dominieren. In einem ruhigen Kampf, holte Boeriu sichere 3 Punkte, wodurch weitere zwei Punkte auf das Bindlacher Konto gutgeschrieben wurden. Ausgleich zum 6:6!

Doch schon im nächsten Kampf wendete sich das Blatt erneut. ASC-Nachwuchssportler Kevin Adler wirkte nach der Doppelbelastung kraftlos und konnte gegen den Freiburger Simon Ketterer nichts ausrichten. Noch in der ersten Kampfrunde beförderte der Freiburger den jungen Adler auf beide Schultern, was den Gastgebern vier Mannschaftspunkte einbrachte.

Mit einem Stand von 10:6 für Freiburg, ging es nach der Halbzeitpause mit dem Mittelgewichtskampf des klassischen Stils weiter. ASC-Trainer Fornoff vertraute auf den zuletzt angeschlagenen Niklas Kamm, der diese Entscheidung mit einem starken Kampf belohnte. Kamm ließ gegen RKG-Kämpfer Alexander Heit nichts anbrennen und setzte seinen Gegner stets unter Druck. Mit Würfen aus Stand und Bodenlage konnte Kamm mit 10:1-Punkten schließlich drei Wertungspunkte für die Bindlacher sichern und auf 10:9-Mannschaftspunkte verkürzen.

Sein Bruder Erik Kamm tat es ihm im Leichtgewichtsduell des klassischen Stils nach. Kamm kam endlich mal aus sich raus und marschierte selbst nach vorne. Mit einem Überwurf aus dem Stand konnte der Bindlacher mit vier Punkten in Führung gehen. Auch im weiteren Kampfverlauf ließ der Bindlacher Routinier gegen Pascal Funk nichts anbrennen und sicherte drei Bindlacher Mannschaftspunkte. Erstmals ging der ASC mit 10:12-Punkten in Führung.

Doch schon im nächsten Kampf hatte der ASC schlechte Karten: Eigengewächs Nico Sendelbeck hatte mit einer Erkältung zu kämpfen und muss noch dazu erst noch in die Liga reinwachsen. Somit hatte der junge Bindlacher gegen den DRB-Kaderathlet Lukas Schöffler keine Chancen. Noch in der ersten Kampfrunde stand die technische Überlegenheit des Freiburgers fest. Somit kam es zu Führungswechsel bei einem Stand von 14:12.

Im vorletzten Kampf lag großer Druck auf Bindlachs Punktegaranten Marcel Fornoff. Fornoff fand gegen den defensiv eingestellten Stefan Käppeler zu wenig Mittel für einen hohen Sieg. Käppeler setzte den Angriffen Fornoffs verbissenen Kampf entgegen und konnte den Punktgewinn oft verhindern. Mit 7:2 ging der Kampf letztlich nach Bindlach, für einen Gesamtsieg Bindlachs leider zu wenig. Es folgte der Ausgleich zu 14:14.

Im letzten und entscheidenden Kampf hatte ASC-Ringer Philipp Adler mit dem erfahrenen Rainhold Kratz einen schweren Stand. Kratz hat jahrelang in der ersten Liga gerungen und war Adler auch körperlich deutlich überlegen. Mit einem geschickten Ringstil konnte der Bindlacher lediglich eine hohe Niederlage verhindern. Letztlich gingen zwei Mannschaftspunkte an Freiburg zum Endstand von 16:14.

 

Die zweite Mannschaft des ASC Bindlach konnte gegen den TSV Burgebrach den ersten Sieg Bindlachs der Saison feiern. Mit dem Sieg konnte sich der ASC zunächst vor dem Abstiegsplatz retten. Das Trainerteam Patrick Adler und Helen Grüninger konnten auch diese Woche nur wieder mühevoll die neun benötigten Ringer über die Waage schicken, nachdem Nico Sendelbeck und Philipp Adler in die erste Mannschaft aufgerückt sind. Dennoch gelang den Bindlachern mit sechs Siegen von Michael Reichel, Christof Ramming, Konstantin Iwastschenko, Kenny Peetz, Roland Schwarz und Nico Ganzleben ein 24:15-Erfolg über die Burgebracher. Die ASC-Ringer Tim Ramming, Paul Diettrich und Sebastian Stamm fanden keine Mittel gegen ihre Gegner.

Der Präsident des ASC Bindlach, Detlef Ramming ist stolz auf die Leistungen beider Mannschaften: „Das ist ein Wahnsinn, wenn man sich die beiden Mannschaften anschaut! Wir ringen fast nur mit den eigenen Sportlern, die bei Matthias das Ringen gelernt haben, und die zeigen tolle Leistungen gegen wirklich starke Athleten in der zweiten Liga. Mit den vielen Verletzten haben bei uns vor allem die jungen Sportler eine Chance sich zu beweisen.“